Kirchen der Pfarrei
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Kümmernis
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Kirchen der Pfarrei

Konradkirche   
 


Aus der Chronik der Pfarrei St. Konrad
Durch den Bau der Wackerwerke im Kriegsjahr 1916 entstand in Lindach und Holzfeld das Siedlungsgebiet für die Belegschaft des Werkes. Wegen der großen Entfernung zur Altstadt tauchte schon bald bei der rasch angewachsenen Bevölkerung der Wunsch nach einer eigenen Seelsorgskirche auf.

1929 Gründung des katholischen Kirchenbauvereins "Holzfeld"
1931 Bau einer Notkirche (Baracke)
1936 Einweihung der neuromanischen St. Konradkirche
1940 Pfarrei und Pfarrkirche St.Konrad (Pfr.Poschner)
1945 Kirchenpfleger Ludwig Schön wird von den Nazis am 28.4. erschossen.
1951 2.Pfarrer Jakobus Prambs
1974 3.Pfarrer Johannes Lempertseder
1997 4. Pfarrer Max Pinzl
2009 5. Pfarrer Franz Aicher
2014 6. Pfarrer Erwin Jaindl

Kümmerniskapelle   
Mesnerin: Delia Botz Tel:08677/62299 oder 08677/7726 Gottesdienst: ab Mai bis Ende Oktober - jeden Mittwoch 17Uhr  


Das Wallfahrtskirchlein „Kümmernis„ auf dem Hechenberg,1857-63 im neugotischen Stil erbaut, ist ein idyllisches Kleinod für Gebet, Meditation und Andacht (z.B. Maiandacht, Adventgang). Seit 1871 gibt es die Kümmerniswallfahrt um den Frieden in der Welt am 2. Septembersonntag (verantwortlich: Krieger- und Soldatenkameradschaft).











Wilgefortis war eine schöne Königstochter, die sich zum Christentum bekehrte und taufen ließ. Ihr Vater, ein Heide, wollte sie mit einem heidnischen Prinzen vermählen. Wilgefortis aber hatte ewige Jungfräulichkeit gelobt und verweigerte den Wunsch des Vater. Als er sie zur Ehe zwingen wollte, betete sie in großer Not, Gott möge ihr einen Vollbart wachsen lassen, damit sie als Braut entstellt sei. Ihr Gebet wurde erhört. Dies erzürnte den Vater so sehr, dass er sie kreuzigen ließ, bekleidet mit einem armseligen Rock, die goldenen Schuhe an den Füßen zeugten davon, dass sie aus hohem adeligen Stande stammte. Das tapfere Glaubenszeugnis der Wilgefortis soll ihren Vater so bewegt haben, dass er sich zu Christus bekehrte und taufen ließ. An der Kreuzigungsstelle ließ er eine Kapelle errichten. In der Folgezeit geschahen viele Wunder.

















Eines Tages kam ein bettelarmer Musikant der
mit seiner Familie in großem Elend lebte, in die
Kapelle und spielte in seiner Verzweiflung vor
dem Gnadenbild der Wilgefortis mit seiner Geige. Da warf sie ihm einen goldenen Schuh zu. Als er dieses wertvolle Stück in Lebensmittel eintauschen wollte, wurde er vor den Richter geschleppt und wegen schweren Raubes zum Tode verurteilt. Den Galgen vor Augen, erbat er sich die Erlaubnis, vor dem Bildnis der Kümmernis zu spielen - und ein zweites Wunder geschah. Vor den Augen des Richters und vieler Menschen warf ihm die hl. Wilgefortis ihren zweiten goldenen Schuh hin. So wurde seine Unschuld erkannt und im Volke festigte sich der Glaube, dass „St.Küm- mernis“jedem Hilfesuchen- den und Betrübten Hilfe und Trost schenkt.















Geschichtlich ist nachge-
wiesen, dass 1693 Maria Hechenbergerin an der Stelle einer Einsiedelei, der „Klausen“ – über einem aufgestellten Wilgefortis-
Bildnis eine hözerne Kapelle errichten ließ. Deren Sohn Georg Hechenberger hat diese zum Dank für wiedererlangte Gesundheit in eine gemauerte Kapelle umwandeln lassen. Wie es in alten Texten heißt, wurde die Kapelle gern von Stadtleuten und Reisenden besucht. Die hl. Kümmernis, ist auch Patron der armen Sünder, die
ihren letzten Gang zur Richterstätte antreten muss-ten. Unweit der Kümmernis war ja die Burghausener Richtstätte, die „Weh“, an der Gabelung der Öttinger – und Marktler Straße. Dort standen der Galgen und das Räder- und Folterwerkzeug. Mit dem Todesurteil war man damals schnell zur Hand, besonders in der Zeit nach dem 30-jährigen Krieg. Man kannte wenig Gnade mit den Angeklagten. Die einzige Gnade, die ein Verurteilter erbitten konnte, war ein Gang zur Kümmernis oder zur Klausen, um ein letztes Gebet zu sprechen.
Nachdem durch einen übereifrigen Säkularisierer, den Landrichter Graf Armannsperg, im Jahre 1803
die Kümmerniskapelle dem Erdboden gleichgemacht









worden war, begann man erst
Mitte des 19. Jahrhunderts mit
dem Neubau. Der damals hier tätige Graf Armannsperg ist übrigens auch dafür ver-antwortlich, dass das wert-volle Kirchlein in St.Johann zerstört wurde. Er wollte auch das Juwel des Salzachtals, die Marienberger Wallfahrts-kirche wegen angeblicher Baufälligkeit schleifen lassen. Die Marienberger Bauern haben dies verhindert. Unter der Leitung seines Nach-folgers, des Landrichters Wiesend aus Burghausen, wurde ein neues Kirchlein im neugotischen Stil von 1857 bis 1864 errichtet unter der Bauaufsicht des königlichen Gerichtsschreibers Xaver Welz und mit Spenden der Bewohner von Burghausen und Umgebung. Das Grund-stück stiftete Josef Hechen-berger, Am 24. April 1864 wurde das Kirchlein feierlich benediziert. Am Altar steht die Figur der thronenden Madonna mit dem Kind, flankiert von den Diakonen Stephanus und Laurentius aus der St.Hedwigskapelle.
1963 Innen- und Außenrenovierung auf Initiative von Jakobus Prambs durch den Bildhauer Kurt Porzky (Altötting). 1994 Innenrenovierung durch Kirchenmaler Riedel (Marktl) auf Initiative von Dekan Johann Lempertseder und Kirchenpfleger Ludwig Fuchs. Neubau des Mesnerhauses (1991).







Die Kümmerniskirchebei Burghausen

Baugeschichte der Kümmerniskappelle





Legende von der hl.Jungfrau und Märtyrerin Wilgefortis
(auch „Kümmernis“ genannt)
um 130 nach Christus in Portugal











Gebet zur Hl. Wilgefortis

Heilige Märtyrerin Kümmernis,
ich rufe dich an um deine Hilfe
und Fürbitte.
Meine Sorge und Angst
lege ich vor deinem Kreuz nieder
und bitte Dich, mir zu helfen.

Ich weiß, dass du dir Christus
als einzigen Bräutigam in
Deinem Leben auserwählt hast
und er dir deshalb keine Bitte
abschlagen wird.

Deshalb bitte ich Dich:
Erhöre mein Gebet und trage
meinen Kummer und meine Sorge
zu Christus, für den Du gelitten
hast und gestorben bist.

Bleibe bei mir, Heilige Kümmernis,
tröste und beschütze mich.

Amen.





Unser Kirchenpatron

Unser Kirchenpatron - der Hl

Unser Kirchenpatron - der Hl. Bruder Konrad von Parzham

 

Kirchenpatrozinium 21. April

 

Wer war Bruder Konrad, was hat ihn in den Augen Gottes und der Menschen so groß gemacht?

 

Johannes Birndorfer

Er wurde am 22. Dezember 1818 als elftes Kind einer angesehenen Bauernfamilie im niederbayerischen Parzham geboren. die Namenseintragung im Taufbuch lautet auf "Johannes Birndorfer". Er wuchs heran, besuchte die Volksschule mit sehr guten Erfolgen und musste nach dem frühen Tod seiner Eltern weiter auf dem elterlichen Hof bleiben und mitarbeiten. Alle, die ihn aus dieser Zeit kannten, bezeugten später seine tiefe Religiösität und große Vorliebe für das Gebet. Dieses Urteil der Leute entsprach der Wirklichkeit und kann nicht als Verklärung im nachhinein gedeutet werden.

 

Im Jahre 1849 verzichtete Johannes auf den Bauernhof als dessen Erbe und ging ins Kloster zu den Kapuzinern nach Altötting. Er erhielt den Ordensnamen "Konrad". Die Oberen übertrugen ihm nach wenigen Jahren der Einführung den                    Bruder Konrad-Statue in der

Dienst an der Klosterpforte. Eigentlich hätte sich             St.-Konrad-Kirche mit Reliquie

Bruder Konrad nach Stille und Zurückgezogenheit

gesehnt. Aber Gott wollte es, dass er im vielbesuchten Kloster am Wallfahrtsort dort stand, wo sich Klosterleben und Welt begegneten: an der Klosterpforte.

 

Es waren vor allem die Wallfahrer, die mit vielerlei Anliegen und Bitten zu ihm kamen. Sie ahnten die Nähe des Pförtners zu Gott, seinem Herrn, und gingen ihn oft um Rat an in ihren vielfältigen Problemen und Notlagen. Armut in jenen Jahren war in vielen Altöttinger Familien nicht unbekannt. Die Kinder kamen bettelnd an die Pforte und keines von ihnen ging leer aus.

 

Bei aller Betriebsamkeit, die die Arbeit für Bruder Konrad mit sich brachte, konnte er immer in irgendeiner Form des Gebetes mit Gott verbunden bleiben.

Bruder Konrad starb am 21. April 1894.